Johannes Haider

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      Zur Ausstellung von Johannes Haider – von 17. April bis 18. Mai 2018 –
                        In der Galerie Schloss Amberg in 6800 Feldkirch


JOHANNES HAIDER (1954 – 2014)

UNBEDINGT !!!
 

Johannes Haider studierte an der Universität für Angewandte Kunst bei Bazon Brock und Peter Weibel, wo er auch lernte, konzeptuell zu denken und traditionelle Herangehensweisen zu hinterfragen. Dennoch stand bei ihm das Tun, das Machen im Vordergrund und er ließ sich auf handwerkliche Herausforderungen ein.

Kompromisslosigkeit, der unbedingte Drang zum künstlerischen Tun prägen Jo-hannes Haiders Radierungen und Ölbilder. Die Ölbilder verweisen auf die Materialität: immer wieder scheint die rohe Leinwand durch, wird Farbe lasierend oder dick pastos aufgetragen, frisst sich das Öl in die Leinwand.

Der Widerstand der Kupferplatte wird zur Metapher für die prinzipielle Suche nach Herausforderung. Johannes Haiders beeindruckendes technisches Können – er setzt die Strichätzung, Aquatinta, Kaltnadel und Flächenätzung ein und spielt mit deren Wirkung von duftig-zarten bis ruppig-expressiven Gestaltungen.

Die das Atelier von Johannes Haiders umgebende Natur wie Gräser, Bäume, die Heckenrosen und Reben sind Impulsgeber für die Motive, wobei es nicht ums Ab-bilden geht, sondern um das Abarbeiten auf der Leinwand und der Kupferplatte. Die Strukturen werden wesentlich: die Biegsamkeit und das Wuchernde, die Kahlheit und die Üppigkeit, Verletzungen, Hindernisse und die windige Weite.

Johannes Haiders Arbeiten sind in Galerien und in privaten und öffentlichen Sammlungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz vertreten.

Die Vorstellung und Einführung in das Werk von Johannes Haider hält die Hochschulprofessorin Frau Mag. Dr. Eva Maltrovsky, die ihn seit frühen Jahren kannte und begleitete. Sie ist Autorin und freie Kuratorin im Bereich bildende Kunst, betreut auch den Nachlass von Johannes Haider und der NN-Fabrik in Oslip. Neben verschiedenen Publikationen und Forschungsprojekten ist sie durch die Lehrtätigkeit an der Uni-versität Wien und der Pädagogischen Hochschule Burgenland bekannt.