Irmgard Brunmayr

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Kurzvita:

(1917 - 2017). Geboren in Gmunden, OÖ; lebte seit ihrer Kindheit in Wien. Studium bei Prof. Eduard J. Wimmer-Wisgrill, Hochschule für angewandte Kunst. Studienreisen in die meisten europäischen Länder, nach Kleinasien und Südamerika. Mehrjähriger Aufenthalt in Paris.

Seit 1969 Mitglied der Gesellschaft bildender Künstler Österreichs - "Künstlerhaus", und Trägerin des Goldenen Lorbeers dieser Vereinigung.

Erste Ausstellungsbeteiligungen: u.a. 1968 in Rom, 1970 in Istanbul und Ankara, 1975 und 1976 in Paris, 1977 und 1978 in Buenos Aires, 1978 in Mar del Plata; Österreichische Personalausstellungen 1977 in Gmunden, 1981 in Wien und 1983 in Mayerhofen.

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1917 in Gmunden als jüngste Tochter Ferdinand Großmanns, des großen österreichischen Musikmeisters, geboren, hat sie nur ihre Kinderjahre am Traunsee verbracht. Bedingt durch die Übersiedlung der Eltern hat sie die Schulzeit bereits in Wien absolviert. Ein ursprüngliches Zögern zwischen den künstlerischen Bereichen Musik und Bildende Kunst entscheidet sich wie von selbst für die Kunst, das hat den Besuch der Wiener Kunstgewerbeschule (jetzt: Hochschule für Angewandte Kunst) zur Folge; daneben bildet sich Irmgard Brunmayr auch in der Malerei und im Zeichnen weiter. Nach Verheiratung mit Dr. Hans Brunmayr im Jahre 1939 werden während der Kriegsjahre die drei Kinder - zwei Töchter und ein Sohn - geboren; die Sicherheit der Familie gebietet Übersiedlungen, zuerst nach Kärnten, dann ins Mühlviertel. In dieser Zeit entstehen schon viele Aquarelle.

Wesentliche Impulse nach Kriegsende bieten größere Reisen nach Italien, Südfrankreich, später auch nach Anatolien. Diese Eindrücke und das erste große Erlebnis, "Paris", gilt es nun künstlerisch umzusetzen. Als dann, bedingt durch berufliche Verpflichtungen des Gatten, ein jahrelanger Aufenthalt in Paris möglich wird, kann Irmgard Brunmayr nicht nur die malerischen Anregungen Frankreichs in sich verarbeiten, sondern auch das großartige Bildmaterial der Pariser Museen studieren. Daneben arbeitet sie viel im Freien, auch auf Pariser Straßen, sodass die gewerbsmäßigen Bildermaler des Montmartre in ihr schon eine unerlaubte Konkurrenz befürchten - und sie arbeitet schnell, wobei sie immer tiefer in das Geheimnis der Abstraktion eindringt und Form und Farbe ihr zu einem klaren, unbestechlichen Ausdrucksmittel werden.

Für viele Jahre sind nur die Familienmitglieder und die Freunde Zeugen eines stetig wachsendes Werkes, denn die einschlägig exponierte Stellung des Gatten steht einer öffentlichen Ausstellungsbeteiligung entgegen - jeder Anschein einer möglichen Bevorzugung muß vermieden werden. Das aber heißt: künstlerische Zurückgezogenheit, soweit als möglich. Erst relativ spät zeigt Irmgard Brunmayr ihre Arbeiten, vor allem im Ausland: 1968 in Rom, 1970 in Istanbul und Ankara, 1975 und 1976 in Paris, 1977 und 1978 in Buenos Aires, 1978 in Mar del Plata; österreichische Personalausstellungen gibt es 1977 in Gmunden, 1981 in Wien und 1983 in Mayerhofen. Die Künstlerin ist Mitglied der Gesellschaft Bildender Künstler Österreichs, "Künstlerhaus", und Trägerin des Goldenen Lorbeers dieser Vereinigung.


Aus: Elfriede Prillinger, Phänomen Landschaft. Die Malerin Irmgard Brunmayr.